

Klinikclowns auf Kinderstationen
„Lachen ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen“ (sagt der Volksmund) Wir Klinikclowns stärken die körpereigenen Kräfte der Kinder und Jugendlichen im Krankenhaus. Unser Ziel ist es, den Genesungsprozess zu fördern. Mit Humor verpflegen wir die Seele der jungen Menschen am Krankenbett, ganz im Sinne von: "Lachen , ist die beste Medizin". Denn Humor schafft gesunden Abstand zu negativ besetzten Lebensinhalten. Mit Phantasie und Kreativität verwandeln, ja "entängstigen" Clowns die nahe Umgebung des Kindes im Krankenhaus. Auf absurden Spielpfaden werden so technische Geräte zu futuristischen Gestalten, Infusionsständer zum Segelmast, der Rollstuhl zum Ferrari...
Auf Patienten, Angehörige und Pflegepersonal wird eingegangen
Unser Augenmerk richtet sich sowohl auf das Wohlergehen der Patienten und ihrer Angehörigen als auch auf das Pflegepersonal und alle, die in diesen Einrichtungen tätig sind. Ist die Station nach unserem Auftreten „Clowns infiziert“, war es eine gelungene Visite. Mit seiner ausgearbeiteten Charakterclown-Figur (also nicht zu verwechseln mit dem klassischen Zirkusclown) und eigens dafür ausgewählten Requisiten tritt der Clown in den Alltag der Kinder und Jugendlichen . Es entsteht ein individuelles, situatives Spiel mit den Patienten und deren Angehörigen. Ein von Leichtigkeit getragener authentischer und lebendiger Kontakt zwischen Clown und Patient entsteht, der sich von ganz still und poetisch bis hin zu impulsiv und feurig gestalten kann. So kann mal in dem einen Zimmer eine leichte Brise aus dem Ballon entweichen und alle Beteiligten zu Gitarrenklängen sanft umher tänzeln lassen; ein stiller Seufzchor mit lächelnden Chormitgliedern (Angehörige, Schwestern, Reinigungskräfte) entstehen;in dem anderen hingegen müssen tosende Stürme gemeinsam auf dem Bettschiff bewältigt werden, Kapitän ist das Kind und alle hören auf sein Kommando, mitunter auch das Pflegepersonal.
Jeder Besuch ist eine einzigartige Angelegenheit
Jeder Besuch im Krankenzimmer ist daher eine einzigartige Premiere und Derniere zugleich, denn wir wissen nicht, was genau uns hinter der nächsten Tür erwartet. Unser wichtigstes Requisit, neben unserem gelernten Rüstzeug, ist daher: Liebe und Offenheit für den Augenblick. Wir spielen mit der gegebenen Realität ,die wir vorfinden, kreativ und mit all unseren Sinnen. Hauptfokus ist das Kind oder der Jugendliche, zu dem wir einen Kontakt anbahnen, soweit es/er dazu bereit ist. Im fremdbestimmten Alltag des Krankenhauses, das Ohnmachtsgefühle auslösen kann, entscheidet und gestaltet bei diesem Besuch das Kind /der Jugendliche. Mit dem clownesken , nuancenreichen Spiel wollen wir ein "zu Hause-Gefühl schaffen" das von Leichtigkeit, Freude und Lebendigkeit getragen ist und idealerweise auch nach unserem Besuch noch anhält.

