Konzept

Die Idee der Klinikclowns

Klinikclowns bringen Farbe in den grauen Krankenhausalltag. Sie stehen für Lebensfreude und Frohsinn und bieten eine willkommene Ablenkung für Patienten, Heimbewohner, Ärzte, Pflegekräfte und Angehörigen.

Durch ihr Spiel und die Kontaktaufnahme geraten Schmerzen, Ängste und Sorgen für kurze Zeit in Vergessenheit. Lachen befreit nämlich Patienten nicht nur aus ihrer Einsamkeit und Traurigkeit, sondern beeinflusst auch deren Gesundheitszustand positiv. Dazu gibt es übrigens sogar einen eigenen wissenschaftlichen Forschungsbereich, der sich "Gelotologie" nennt und sich mit den Auswirkungen von Lachen beschäftigt. Aber es geht nicht nur ums Lachen bei der Arbeit der Klinikclowns, sondern auch um Empathie, Kraft und Optimismus für große und kleine Menschen, die sich in einer schwierigen Lebenslage befinden. - Übrigens besuchen die Klinikclowns nicht nur Kinder, sondern sind auch in Senioreneinrichtungen anzutreffen. Dort gelingt es ihnen unter anderen für Menschen mit Demenz durch ihr Spiel eine Brücke aus der Isolation zu bauen und kleine Verrücktheiten und Abwechslung in die Monotonie des Alltags zu bringen.

Woher kommen die Klinikclowns eigentlich?

Die Idee der Klinik-Clownerie stammt aus den USA. Michael Christensen, selbst Clown und Artist, entwickelte 1986 das “clown doctoring” und gründete eine Organisation innerhalb des Big Apple Circus, die auf Anfrage eines New Yorker Krankenhauses zum ersten mal regelmäßig Clowns in Kinderkliniken schickte.

Seit den neunziger Jahren sind die Kölner Klinik-Clowns bereits aktiv. In meist wöchentlichen Abständen besuchen sie Kinder in Krankenhäusern und Senioren in Pflegeeinrichtungen. Die Regelmäßigkeit ist ein wichtiger Teil der Qualitätssicherung. So können die Klinikclowns das medizinisch-therapeutische Angebot ergänzen, da sie zu einer festen und verlässlichen Bezugsperson für die Betroffenen und das Personal werden.

Wie läuft ein Besuch der Klinikclowns ab?

"Hallo, dürfen wir reinkommen?" - Mit dieser Frage beginnt jeder Besuch der Klinikclowns. Erst nach der Erlaubnis betreten sie das Zimmer und dürfen natürlich auch wieder weggeschickt werden. 

Die Kölner Klinik-Clowns sind nach Möglichkeit immer zu zweit unterwegs und besuchen die Menschen in ihren Zimmern oder in Aufenthaltsräumen. Damit die Clowns in ihrem Spiel optimal auf die Situation und individuelle gesundheitliche Konstitution der Patienten eingehen können, gibt es vor jedem Einsatz
ein Übergabegespräch mit dem Pflegepersonal. Bei ihrem Einsatz zeigen die Kölner Klink-Clowns kein einstudiertes Programm. Sie entwickeln vielmehr ein spontanes Spiel, das sensibel auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten und Heimbewohner eingeht. Hierbei sind neben künstlerischem Können - Musik, Zauberei, Pantomime und Akrobatik - schnelle Wahrnehmung, großes Einfühlungsvermögen und Improvisationstalent erforderlich.

Wer arbeitet als Klinikclown?

Der Kölner Klinikclown e.V. setzt auf eine hohe Qualität in der Ausbildung seiner Clowns. Diese werden speziell für Einsätze in Krankenhäusern und Pflegeheimen ausgebildet. Durch regelmäßige Trainings, Workshops sowie Coachings und Fortbildungen wird die Qualität der Arbeit auf hohem Niveau gesichert und optimiert. Aufgrund dieser Professionalisierung sind die Klinikclowns nicht ehrenamtlich tätig, sondern erhalten für ihre Einsätze ein Honorar. Finanziert werden diese insbesondere durch Spenden, Fördervereine und Förderpaten. Der Kölner Klinikclowns e.V. ist übrigens Gründungsmitglied des Dachverbands für Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V. und verschreibt sich damit freiwillig einem Ethik-Codex und vielen weiteren Richtlinien. Mitgliedsvereine des Dachverbands sind in ihrer Arbeit geprüft erhalten dadurch das Qualitätssiegel. Weitere Informationen gibt es unter www.dachverband-clowns.de